Artikel in Deutsche Briefmarken-Revue (8/2022)

In der Deutschen Briefmarken-Revue, Ausgabe 8/2022 ist auf Seite 40f der achte Teil einer von mir verfassten, 20-teiligen Beitragsserie über die Feldmerkmale der SAAR I erschienen.

Dieser Beitrag behandelt die Feldmerkmale des 16 Pfennig-Werts und beleuchtet den Hintergrund des Bildmotivs Stahlwerker.

Die Intentionen und Inhalte der Beitragsserie habe ich hier beschrieben.

Bis dann

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#saarphilatelie

Artikel in Spiegel und Saarbrücker Zeitung

Hallo

Im Magazin ‹Der Spiegel› (1) vom 9. Juli 2022 schrieb Klaus Wiegrefe unter dem Titel «Der Plan des Generals», Frankreich hätte nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu 800’000 Menschen deportieren wollen. Die ‹Saarbrücker Zeitung› doppelte zwei Tage später in der Ausgabe vom 11. Juli 2022 mit einem halbseitigen Bericht nach. Titel «Als Frankreich die Saarländer vertreiben wollte».

Ich denke, viele von Euch haben diese reisserischen Schlagzeilen gesehen und vielleicht auch die entsprechenden Artikel. Für diejenigen, welche die Artikel nicht gelesen haben, ein sehr kurzer Abriss. «Hätte man Frankreich nach dem Krieg machen lassen, dann wäre das Saarland heute ein Teil Frankreichs» — eine wahrhaft grauenvolle Vorstellung, nicht wahr? In der HeuteShow könnte man sich nicht über die territoriale Kleinheit des Saarlandes amüsieren [Link]. «Und die Franzosen hätten darüber hinaus die Saarländer aus dem Saarland vertrieben!» Ein Saarland ohne Saarländer! Das ist tatsächlich eine grauenvolle Vorstellung. Ich mag sie nämlich, die Saarländer. Vielleicht nicht alle, aber doch sehr viele. Zum Schluss: «Das diese Horrorszenarien nicht eintrafen, verdanken die Saarländer den Briten und US-Amerikanern» — wollen uns die Autoren glauben machen. Zwischen den Zeilen scheint noch durch: «Weil das, was die Franzosen damals planten, so entsetzlich perfide war, geschah es ihnen nur recht, dass die Saarländer am 23. Oktober 1955 das ein Jahr zuvor zwischen Frankreich und der BRD (also ohne die Saarländer) abgeschlossene Europäische Saarstatut ablehnten.» Worauf, wie wir wissen, das Saarland am 1. Januar 1957 dem Geltungsbereich des deutschen Grundgesetzes beitrat.

Stimmt das, was uns da in den Medien frisch aufgekocht serviert wurde? Beide Berichte basieren auf der Studie «Die unvollendete Annexion. Frankreich und die Saar 1943 bis 1947». (2) Diese Studie verfasste der aus dem Saarland stammende Historiker Prof. em. Wilfried Loth. Ich habe sie für euch gelesen und analysiert.

Ich fasse mich kurz. Ja, Frankreich plante seit Oktober 1944, das Saarland zu annektieren. Wäre dies geschehen, wäre das Saarland heute ein Teil der französischen Republik. Die Annexionspläne wurden in den folgenden zwei Jahren immer wieder modifiziert und Ende 1946 endgültig fallen gelassen. Und ja, in französischen Regierungskreisen wurde Ende 1944/Anfang 1945 ernsthaft überlegt, die zum grössten Teil ohnehin evakuierte Bevölkerung des Saargebietes (3) nicht in ihre Heimat zurückkehren zu lassen. Von den wenigen verbliebenen Einwohnern sollten die Nazis sowie Frankreich gegenüber feindlich eingestellte Personen ausgewiesen oder nach Württemberg, Baden und die französischen Kolonien umgesiedelt werden.

Ordnen wir diese beiden Fakten, die Annexionspläne wie die Umsiedlungspläne französischer Regierungskreise, historisch ein. Wir stellen fest, dass die Planer voll im Trend lagen. Sämtliche Alliierte waren sich einig, dass massenhafte Umsiedlung von Deutschen (bei den Sowjets auch Polen) eine friedensfördernde Massnahme sei. Warum? Die Alliierten beriefen sich auf den Bevölkerungsaustausch zwischen der Türkei und Griechenland. Trotz aller zum Teil unmenschlichen Härten, welche die Vertreibungen mit sich brachten, schätzten beide Regierungen die ethnische Homogenisierung ihrer jeweiligen Staaten als positiv und stabilisierend ein. Auch war es erst sieben Jahre her, dass Hitler im Hinblick auf seine Eroberungspläne gegenüber der Weltgemeinschaft den Schutz deutscher Minderheiten in der Tschechoslowakei und in Polen als Vorwand und Druckmittel verwendet hatte. Dem wollte man von vorne herein einen Riegel schieben.

Die Umsetzung der französischen Pläne setzte voraus, dass französische Truppen als Erste das Gebiet an der Saar besetzen würden. Dies war bekanntlich nicht der Fall. Truppen der 7. US-Armee besetzten am 20./21. März 1945 das Saargebiet und errichteten dort zügig eine funktionierende Zivilverwaltung. Nach der bedingungslosen Kapitulation im Mai 1945 liess die amerikanische Militärverwaltung die evakuierte saarländische Bevölkerung in ihre Heimat zurückkehren. Dies liess den Plan eines Saarlandes ohne Saarländer schon einmal Makulatur werden.

Am 10. Juli 1945 übergab die US-amerikanische Militärverwaltung das Gebiet an der Saar als Teil der französischen Besatzungszone (Zone d’occupation française en Allemagne) an französische Truppen. Nun gingen französische Planer davon aus, dass etwa 100’000-150’000 feindselige Elemente sowie Nazis ausgewiesen werden müssten, die restliche Bevölkerung liesse sich bei guter Pflege leicht assimilieren. Général Charles de Gaulle, der Chef der provisorischen Regierung des befreiten Frankreich hielt nichts von Ausweisungen. Er setzte mehr auf Assimilation. Doch seine Vision einer französischen Rheingrenze liess ihn den einzigen Zeitpunkt, die Region an der Saar mit Zustimmung aller Alliierten zu annektieren, verpassen. Nach dem Rücktritt De Gaulles im Januar 1946 folgten innerhalb von 12 Monaten drei eher schwache, von innen- wie aussenpolitischen Krisen gebeutelte Regierungen. Französische Politiker verfolgten in ihrer Deutschlandpolitik das Ziel, den übermächtigen Nachbarn im Osten möglichst dezentral zu gestalten. Verständlich, nach vier Überfällen in 70 Jahren wollte man sich endgültig absichern und wohl auch eine Vorrangstellung in Europa erlangen. Sie stemmten sich gegen viele Vorschläge der anderen Alliierten und versuchten — wie schon vor dem 1. und 2. Weltkrieg — Russland resp. die Sowjetunion auf ihre Seite zu ziehen. Das kam bei Briten und US-Amerikanern nicht gut an. Diese standen vor einem riesigen logistischen Problem, wo Engstirnigkeit und verschachtelte Zuständigkeiten nur Bremsschuhe waren. Im Sommer 1946 verständigten sich Briten und US-Amerikaner auf eine gemeinsame Verwaltung ihrer Besatzungszonen (Bi-Zone). Der aufkeimende Ost-West-Konflikt liess eine Zerstückelung Deutschlands obsolet werden. Der Zeitpunkt für eine Annexion des Saarlandes war aufgrund Inkompetenz französischer Politiker ungenutzt verstrichen. Von Ausweisungen und Vertreibungen im grossen Stil sprach niemand mehr. Am 18. Januar 1947 verabschiedete die erste Regierung der IV. Republik ein Massnahmenpaket zur Saar-Frage und verfolgte dann konsequent den Aufbau eines demokratischen und autonomen Saar-Staates unter französischer Hegemonie.

Fazit: Nicht den Briten und US-Amerikanern ist es zu verdanken, dass das Saarland nicht in Frankreich aufgegangen ist. Es war das schlechte Timing inkompetent agierender französischer Politiker.

Die Studie von Wilfried Loth wirft auch ein differenziertes Licht auf die Person von Gilbert Grandval. Grandval wurde von De Gaulle am 31. August 1945 als Nachfolger von Général Molière zum Militärgouverneur an der Saar ernannt. Geschickt formte Grandval das Gebiet an der Saar territorial wie politisch zu einem wirtschaftlich eigenständigen Saarland. Dabei musste er häufig Widerstände sowohl in Paris wie auch in Baden-Baden, dem Sitz der französischen Militärverwaltung für Deutschland, überwinden. Seinem Wirken ist es massgeblich zu verdanken, dass an der Saar ein demokratisch legitimierter, von der Bevölkerung wie den Parteien getragener, halbautonomer Saar-Staat (État Sarrois) entstand.

Weshalb 1955 der breite politische und gesellschaftliche Konsens im Saarland zerbrach ist eine andere Geschichte. Es war sicherlich keine Retourkutsche für Frankreich. Wilfried Loth schlussfolgert in seiner Studie: Die Ablehnung des Europäischen Saarstatuts 1955 zeigt, dass die von Frankreich betriebene Demokratisierung der Saarländer «bei allen Unzulänglichkeiten im Einzelnen» erfolgreich war.

Bis dann

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Anmerkungen

(1) ‹Der Spiegel› Nr. 28, 9. Juli 2022, S. 50 (Link, kostenpflichtig)

(2) Loth, Wilfried: «Die unvollendete Annexion. Frankreich und die Saar 1943 bis 1947»; in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte Bd. 70, 3/2022, S. 513-548 (Link, bis Ende September 2022 frei zugänglich)

(3) Die evakuierte Rote Zone entlang der Grenze umfasste unter anderem die grossen Industrieorte Dillingen, Völklingen sowie Saarbrücken.

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Artikel in Deutsche Briefmarken-Revue (7/2022)

In der Deutschen Briefmarken-Revue, Ausgabe 7/2022 ist auf Seite 29ff der siebte Teil einer von mir verfassten, 20-teiligen Beitragsserie über die Feldmerkmale der SAAR I erschienen.

Dieser Beitrag behandelt die Feldmerkmale des 15 Pfennig-Werts sowie einen wichtigen Teil der Druckfertigstellung, die Perforation des Druckbogens.

Die Intentionen und Inhalte der Beitragsserie habe ich hier beschrieben.

Bis dann

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Artikel in Deutsche Briefmarken-Revue (6/2022)

In der Deutschen Briefmarken-Revue, Ausgabe 6/2022 ist auf Seite 30ff der sechste Teil einer von mir verfassten, 20-teiligen Beitragsserie über die Feldmerkmale der SAAR I erschienen.

Dieser Beitrag behandelt die Feldmerkmale des 12 Pfennig-Werts und bietet Informationen zu dem Papier mit Wasserzeichen „Wellenlinien“.

Die Intentionen und Inhalte der Beitragsserie habe ich hier beschrieben.

Bis dann

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Rätselhafte Marken (I)

Hallo

Ich habe eine Bogenecke mit neun Marken erstanden, die mir Rätsel aufgibt. Es handelt sich nicht um Briefmarken, da keine Währungs- und Wertangaben ersichtlich sind. Es ist möglicherweise eine Vignette, jedoch ist mir keine Verwendung auf Belegen aus dem Jahr 1947 bekannt.

Bogenecke „La Semeuse“ Sarre 1947

Technisches

    • Masse: 2.4 x 2.1 cm
    • Papier: hell ohne grössere Einschlüsse, sehr gute Qualität
    • Wasserzeichen: ohne
    • Gummierung: durchsichtig
    • Zähnungsmass: 8.5 x 8.5 Linienzähnung

Provinienz: Ich erwarb die Bogenecke von einem deutschen Sammler, welcher mehrere Bogenteile vor etwa zwei Jahren mit einem umfangreichen Los des Auktionshauses Aix-Phila in Aachen erwarb. Das Auktionshaus kategorisierte die Marken als Propaganda-Vignette. Meine Recherche bei Aix-Phila ergab leider keine weiteren Details zu Herkunft und Verwendung.

Das Bildmotiv der Marken, La Semeuse die Säerin vor Ruinen, sofort an das Plakat für die Französischen Festtage an der Saar erinnert, welche am 18. und 19. Mai 1946 in Saarlouis stattfanden. Im Rahmen dieser Festtage wurde das Denkmal für Maréchal Michel Ney eingeweiht. Dieses ist die Vorlage für das Bildmotiv des 84 Pfennig-Werts der Ausgabe Berufe und Ansichten aus dem Saarland.

Plakat zu den französischen Festtagen vom 18. bis 19. Mai 1946 in Saarlouis

Wer über weitere Informationen zu diesen Marken verfügt, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Über diesen Link gelangt ihr direkt zum Kontaktformular.

Bis dann

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Artikel in Deutsche Briefmarken-Revue (5/2022)

In der Deutschen Briefmarken-Revue, Ausgabe 5/2022 ist auf Seite 30f der fünfte Teil einer von mir verfassten, 20-teiligen Beitragsserie über die Feldmerkmale der SAAR I erschienen.

Der Beitrag behandelt die Feldmerkmale des 10 Pfennig-Werts sowie die abenteuerlich anmutende Beschaffung von Tiefdruckfarben durch Franz Burda kurz nach Kriegsende.

Die Inhalte und Ziele der Beitragsserie habe ich hier beschrieben.

Bis dann

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Beleg zur Postgeschichte der Saar-Region

Hallo

In der Deutschen Briefmarken-Revue (DBR) 3/2022 erschien ein Beitrag von Herbert Fischer zum Thema Johann Maria Farina. Herbert Fischer skizzierte gekonnt anhand einen Beleges aus Stettin nach Köln die bewegte Geschichte des Eau de Cologne. In der Ausgabe 4/2022 doppelte Dr. Winfried Leist mit einem gut geschriebenen und reich illustriertem Beitrag zum selben Thema nach.

Mir liegt ebenfalls ein Beleg aus der umfangreichen Farina-Korrespondenz vor, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Dieser markenlose Brief ist Teil meiner Sammlung zur Postgeschichte der Saar-Region.

Adressseite: Herren | Johann Maria Farina | gegen über dem Jülichplatz | in | Cöln a/R

Bei dem Beleg handelt es sich um einen markenlosen Brief. Aufgabe- wie Zustellort lagen damals in der preussischen Rheinprovinz. Grundsätzlich wäre bei der königlich preussische Post im Jahr 1857 bereits eine Frankatur mittels Briefmarken möglich gewesen.

Aufgegeben wurde der Brief am 27. März 1857. Absender ist der seit über 20 Jahren in Saarbrücken tätige Friseur Ph. Fritz. Er bestellt bei der Firma Johann Maria Farina in Köln, welcher der Brief am 28. März 1857 zugestellt wurde, mehrere Flaschen „kölnische Wasser“.

Karte der königlich preussischen Rheinprovinz

Beschreibung des Belegs

    • gefalteter, rückseitig zusammengesteckter Brief mit Text auf der Innenseite
    • Stempel: Kastenstempel/Rechteckstempel R3 „SAARBRÜCK | BAHNH: EXPED: | 27 3   7-8 N“ (42 mm x 16 mm, Feuser PR2849), schwarze Stempelfarbe, Schrifttype Antiqua
    • mit blauer Tinte notierte Beförderungstaxe von 3 (preussischen Silbergroschen)
    • Rückseite Stempel: schwarzer Zweikreis-Stempel K2 mit Datum und Uhrzeit ohne Tageszeit „COELN | 28 | 3 | 11-12“ (24 mm / 12.5 mm, Feuser 596-17), schwarze Stempelfarbe, Schrifttype Antiqua
    • Masse:
      • 8,5 cm hoch
      • 12,4 cm breit
      • 22,4 cm x 27,7 cm (aufgefaltet)
      • 3,48 Gramm
Rückseite
Beschriftung (Oberrand, Bearbeitungsvermerk): 1857 | Saarbrücken 25 Maerz | Ph Fritz | 28 Maerz | 4 April
Text: Saarbrücken 25 marz 1857 | Herren Johann Maria Farina | gegen über dem Jülichsplatz in Cöln | … | Achtungsvoll … | Ph. Fritz

Recherche

Beförderungstaxe

    • mit Einführung der Postordnung vom 1. Januar 1825 ist in Preussen ausschliesslich Entfernung und Gewicht für die Berechnung der Beförderungstaxe massgebend, 1857 gilt der Tarif vom 1. Januar 1850
    • die Währung ist der preussische Silbergroschen (1 Thaler zu 30 Silbergroschen resp. 360 Pfennig)
    • die Entfernung wird in preussischen Landmeilen berechnet (1 Meile zu 7‘500 Meter)
    • das Gewicht in Zoll-Loth zu 10 Quäntchen
    • ein Brief der 1. Gewichtsstufe darf 1 Loth wiegen (16 ⅔ Gramm)
    • die Distanz zwischen Saarbrücken undKöln  beträgt Luftlinie ca. 189 km, also etwas mehr als 25 Meilen
    • die Beförderungstaxe der königlich preussischen Post beträgt 3 Silbergroschen für eine Distanz von mehr 20 Meilen

Absender

    • Friseur Ph. Fritz in Saarbrücken
    • Frankfurter Journal vom Mittwoch, 27. März 1833: Ph. Fritz, Friseur in Saarbrücken, sucht einen „Barbiergehülfen“
    • Auszug aus dem Saarbrücker Anzeiger vom 5. Februar 1846: Heirat von J. Ph. Fritz, Friseur, und S.C.M. Löw in Saarbrücken (Bürgermeisterei Saarbrücken)
    • Auszug aus der Saar-Zeitung Jg. 1851: 21. Januar 1851, Geburt von Emma Fritz, Tochter von Ph. Fritz, Friseur, Saarbrücken

Adressat

    • Firma Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz in Köln
    • Johann Maria Farina geb. 1685 in Santa Maria Maggiore, Herzogtum Mailand, gest. 1766 in Coeln, Königreich Preussen
    • Johann Maria Farina war der Erfinder eines „aqua mirabilis“, welches er Eau de Cologne nennt und ab 1742 unter diesem Namen erfolgreich vermarktet
    • 1733 wandelt Johann Maria Farina nach dem Tod seines Bruders Giovanni Battista Farina die gemeinsame Firma in eine heute noch bestehende Einzelfirma mit dem Namen Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz um.
    • Die Firma belieferte und beliefert weiterhin viele europäische Fürstenhöfe
    • Seit 1999 ist die Firma wieder vollständig im Familienbesitz.
    • Einträge in Wikipedia für Person und Firma; die Firma hat eine eigene Webseite
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Inserat in der französischen „Revue Industrielle“ mit den Bezugsquellen für das veritable Eau de Cologne in Paris

Bis dann

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Artikel in Deutsche Briefmarken-Revue (4/2022)

Hallo

In der Deutschen Briefmarken-Revue, Ausgabe 4/2022 ist auf Seite 29ff der vierte Teil einer von mir verfassten, 20-teiligen Beitragsserie über die Feldmerkmale der SAAR I erschienen.

Die Inhalte und Ziele der Beitragsserie habe ich hier beschrieben.

In der Ausgabe 3/2022 hatte Herbert Fischer auf Seite 40f anhand eines Belegs einen Beitrag zum Original Eau de Cologne geschrieben. In der aktuellen Ausgabe 4/2022 doppelt nun auf Seite 36f Dr. Winfried Leist nach. Dies nehme ich zum Anlass, ebenfalls einen Beleg der Johann Maria Farina-Korrespondenz beizusteuern. Hierzu mehr im kommenden Blog-Beitrag.

Bis dann

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Artikel in Deutsche Briefmarken-Revue (3/2022)

Hallo

In der Deutschen Briefmarken-Revue, Ausgabe 3/2022 ist auf Seite 38f der dritte Teil einer von mir verfassten, 20-teiligen Beitragsserie über die Feldmerkmale der SAAR I erschienen.

Die Inhalte und Ziele der Beitragsserie habe ich hier beschrieben.

Ein weiterer Beitrag zur Saarphilatelie findet sich auf den Seiten 20ff. Herbert Schumacher beschreibt auf vier Seiten kompetent und unterlegt mit aussagekräftigen Illustrationen den Weg zur und die Durchführung der IMOSA 1952. Die IMOSA – Internationale Motiv-Briefmarken Ausstellung Saarbrücken – war nach der IBASA 1950 bereits die zweite grosse internationale Briefmarkenausstellung, welche im damals souveränen Saarland stattfand.

Die Deutsche Briefmarken Revue ist diesen Monat für Saar-Sammler ein lohnender Kauf.

Bis dann

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Saarphilatelie in DBZ 2-3/2022

Hallo

Das aktuelle Doppelheft der Deutschen Briefmarken-Zeitung (DBZ) widmet dem 75. Jubiläum der Erstausgabe saarländischer Briefmarken einen vierseitigen Beitrag mit dem Titel: Bezahlen in Francs.

Geschrieben hat den lesenswerten Beitrag der bekannte Philatelie-Journalist und Saarsammler Thorsten Berndt. Auf der zweiten Seite „stolperte“ ich jedoch über eine Aussage zur Ähnlichkeit der Bildmotive der SAAR I mit denen der Länderausgabe der Französischen Zone. Berndt schreibt:

Damit machte das Saarland gewissermassen den Auftakt der Länderausgaben, denn in Baden und Rheinland-Pfalz erschienen die ersten Marken im Mai, in Württemberg sogar erst im Juni. Politisch stimmt der Vergleich natürlich nicht, da das Saarland aus der Französischen Zone ausgegliedert war. Die Ähnlichkeiten der Erstausgaben sind jedoch frappierend.(1)

Die Ähnlichkeit der Bildmotive sind aus zwei Gründen nicht so erstaunlich, wie es Thorsten Berndt darstellt.

    • Gestalter der Bildvorlagen ist in allen Fällen der international renommierte Künstler und Kunstbeirat der französischen Militärregierung Vytautas Kazimieras Jonynas (1907-1997).
    • Auftraggeber ist in allen Fällen die P.T.T. de la Zone d’occupation française en Allemagne, vertreten durch deren Directeur Raymond Croze (1908-1978) und in künstlerischen Fragen beraten durch die Sous-Diréction des Beaux-Arts in Baden-Baden.

Bis dann

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Anmerkungen

(1) Das Saarland war zu Beginn des Jahres 1947, als die Marken der SAAR I verausgabt wurden,

    • seit Februar 1946 nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat, der obersten Besatzungsbehörde für das besetzte Deutsche Reich unterstellt
    • im April/Oktober 1946 mit Billigung der Westalliierten aus der Französischen Besatzungszone ausgegliedert worden
    • seit Dezember 1946 Teil des französischen Zollgebietes
    • de facto und de iure von Frankreich annektiert (die Annexion wurde mit der Souveränität des Saarlandes Ende 1947 und die darauf aufbauenden bilateralen Verträge zwischen dem Saarland und Frankreich aufgehoben)

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