Saarphilatelie – Information

Hallo

Es ist schon seltsam, welche Wendungen das Leben nimmt. Vor einem Jahr lief mein Leben exakt in der Spur. Ich wusste, was ich wollte und hatte minutiös geplant, wie ich es erreichen würde. Die Meisten der benötigten Steinchen meines Lebensmosaiks waren bereits platziert und um die Fehlenden machte ich mir – Gewohnheit der vergangenen 50 Jahre – nicht allzu viel Gedanken.

Das Jahr 2020 hat meine festgezimmerten Überzeugungen mit vier Hammerschlägen so rasch einstürzen lassen wie ein Kartenhaus im Orkan.

Der plötzliche Tod meines Vaters Ende Januar, eine schwere, noch nicht überwundene Erkrankung, die Auswirkungen von Corona sowie der Verlust des Arbeitsplatzes haben mein Leben und damit auch das Leben meiner Frau in kürzester Zeit verändert.

Wie jede Verwerfung birgt auch dieser Umbruch eine Chance … die Chance der Veränderung zum Besseren. Nur … was will ich? Was möchte ich in der mir verbleibenden Zeit erreichen? Welche Wünsche, Träume und Bedürfnisse hat meine Frau? Wie bringen wir all dies unter einen Hut?

Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich auf diese Fragen keine Antworten.

Wie wirkt sich dieser Umbruch auf Saarphilatelie.com aus? Die Forschung ruht. Die Publikationstätigkeit ebenfalls. Ich arbeite im Hintergrund weiter, doch die Ausrichtung von Saarphilatelie.com wird sich ebenso ändern, wie mein Leben.

Im Vordergrund steht ab sofort die Präsentation. Ich werde euch auf der Webseite Saarphilatelie.com meine beiden Sammlungen präsentieren.

  • Die Postgeschichte der Saar-Region von den Revolutionskriegen bis zur Gegenwart
  • Von Aden bis Zypern – Eine Reise um die Welt mit Briefmarken

Die bekannten Hilfsmittel für den Saar-Philatelisten, das Glossar, das Wörterbuch und die Chronologie werde ich ebenso weiterführen, wie den Saarphilatelie-Blog.

Alles andere wird sich weisen.

Bis dann

#saarphilatelie

Saarphilatelie – Chronologie zur Saarphilatelie

Hallo

Was geschah wann? Eine der grossen Fragestellungen der Geschichtswissenschaften. Die Idee zu diesem Beitrag ist lang in mir gereift. Vieles gewusst, vieles notiert – natürlich völlig verstreut – und immer dieselben Fragen: Wie setze ich es um? Habe ich alle Daten? Bis mir die Erleuchtung kam: work-in-progress!

Was bedeutet das? Ich mache auf dem Saarphilatelie-Blog einen Anfang, publiziere diesen Datensatz jedoch auch parallel auf Saarphilatelie.com. Die Aktualisierungen erfolgen dann ausschliesslich auf der Webseite, da ist es simpler, Excel-Dateien zu importieren.

In der nachstehenden Tabelle habe ich die aus meiner Sicht wichtigsten Daten im Zusammenhang mit dem Postverkehr und den drei Briefmarkenausgaben für das besetzte Saarland der Jahre 1945-1947 zusammengetragen. Diese Tabelle ist – wie zuvor erwähnt – eine Momentaufnahme. Die jeweils aktuelle Version wird auf der Webseite einsehbar sein. Die entsprechende Verknüpfung findet ihr dort in der Seitenleiste.

Nachtrag vom 20. April 2021

Eine gute Übersicht über die geschichtliche Entwicklung des Saarlands 1945-1946 erhaltet ihr in meinem Handbuch Feldmerkmale SAAR I

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Veröffentlicht in: Statistischen Handbuch für das Saarland 1955, Saarbrücken 1956, S. 20. Mit freundlicher Genehmigung Statistisches Amt Saarland
Besatzungszonen nach dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945. Urheber: Atlanta-Service, Frankfurt am Main
Datum Ereignis
24. Oktober 1944 Anerkennung der provisorischen Regierung Frankreichs unter General Charles De Gaulle durch die USA; dies bildet die Grundlage für die Beteiligung Frankreichs an der Besetzung des Grossdeutschen Reiches inkl. des seit 1934 mit Deutschland zu Grossdeutschland vereinigten zuvor austrofaschistischen, diktatorisch regierten Ständestaates Österreich.
21. März 1945 US-Amerikanische Truppen haben das gesamte Saarland besetzt. Der gesamte zivile wie behördliche Postverkehr kommt zum Erliegen. Der private Postverkehr im Saarland wird von den Besatzungsorganen verboten
29. April 1945 Französische Truppen dringen unter heftigen Gefechten gegen grossdeutsche und somit auch österreichische Truppen in das Vorarlberg ein; Vorarlberg und Nordtirol werden später Teile der französischen Besatzungszone
5. Mai 1945 Teilkapitulation der Wehrmacht im Nordwesten des Grossdeutschen Reiches am 4. Mail 1945 auf dem Timeloberg durch den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg gegenüber den britischen Streitkräften (Feldmarschall Montgomery war bei der Kapitulation zugegen); diese Teilkapitulation tritt am 5. Mai 1945 um 7:00 Uhr in Kraft
7. Mai 1945 Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Reims durch Generaloberst Jodel vor dem alliierten Oberkommandierenden General Eisenhower; die bedingungslose Kapitulation tritt am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr in Kraft
8. Mai 1945 VE-Day
8. Mai 1945 Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Karlshorst vor dem sowjetischen Oberbefehlshaber Marschall Schukow durch Generalfeldmarschall Keitel für das OKW und das Heer, Generaladmiral von Friedeburg für die Marine und Generaloberst Stumpf für die Luftwaffe; hierdurch erfolgt die Ratifikation,der am Vortag in Reims unterzeichneten Kapitulation
9. Mai 1945 Die Ratifizierung der bedingungslosen Kapitulation in Karlshorst findet nach Moskauer Zeit am 9. Mai 1945 statt; für Russland ist dies bis heute der Tag des totalen Sieges über Deutschland
5. Juni 1945 „Berliner Erklärung“ der Oberbefehlshaber der vier Alliierten (Frankreich, Grossbritannien, Sowjetunion und USA); Übernahme der obersten Regierungsgewalt in den besetzten Gebieten; womit seit dem 1. Zonenprotokoll vom 12. September 1944 das Deutsche Reich in seinen Grenzen vom 31. Dezember 1937 definiert war (vor dem Beitritt des austrofaschistischen Österreichs zum Grossdeutschen Reich und dem für die Alliierten schmachvolle Münchner Abkommen von 1938)
4. Juli 1945 Die vier Alliierten übernehmen auch im österreichischen Teil Grossdeutschlands die oberste Regierungsgewalt und teilen es ebenfalls in vier Besatzungszonen auf, Wien wird genau wie Berlin zu einer geteilten Stadt; die Österreicher verhielten sich nach der totalen Niederlage cleverer als deutsche Politiker, gerierten sich schnell als Opfer, denn als Täter (was nicht nur aufgrund der allzu offensichtlichen Unterstützung von flüchtigen Nazis beispielsweise durch den österreichischen, katholischen Bischof Alois Hudal, der „Rattenlinie“, oder durch die „Waldheim-Affäre“ in den Augen der Weltöffentlichkeit gründlich misslang)
10. Juli 1945 Französische Truppen rücken für die abziehenden US-Truppen in die Saarregion ein. Wie schon unter der US-amerikanischer Besatzung ist der zivile Postverkehr untersagt und bleibt es bis zum 31. August 1945.
17. Juli – 2. August 1945 Potsdamer Konferenz der alliierten Regierungschefs im Schloss Cecilienhof (Harry Truman, Stalin, Winston Churchill – ab 28. Juli Clement Attlee)
26. Juli 1945 Auf der Potsdamer Konferenz wird das Saarland der französischen Besatzungszone zugewiesen.
2. August 1945 Potsdamer Abkommen: Beginn des Kalten Kriegs; am 1. August 1945 wird das Abschlussprotokoll der Konferenz unterzeichnet. Dieses Dokument, in dem die Beschlüsse, Vereinbarungen und Absichtserklärungen der drei Siegermächte festgehalten sind, wird „Potsdamer Abkommen“ genannt. Eine um acht Abschnitte gekürzte Fassung wird unmittelbar nach Ende der Verhandlungen unter dem Titel „Mitteilung über die Dreimächtekonferenz von Berlin“ im „Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland“ publiziert. Die Langfassung wird erst am 24. März 1947 vom US-Außenministerium veröffentlicht. Zentrales Element des Potsdamer Abkommens sind die 4D = Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung, Dezentralisierung (die letzten beiden Ds sollten meines Erachtens nach im aktuellen Deutschland wieder einmal angewendet werden).
16. August 1945 Der Behördenpostverkehr zwischen saarländischen und französischen Stellen sowie mit grösseren Firmen resp. Banken wird aufgenommen. Barfrankierung mit Stempeln „Gebühr bezahlt“ resp. „Taxe perçue“
30. August 1945 Einrichtung der „Délégation supérieure de la Sarre“ unter dem Militärgouverneur Oberst Gilbert Grandval
1. September 1945 Der private Postverkehr wird nach und nach (Ortsverkehr, innerhalb der Besatzungszone, Ausland etc.) wieder zugelassen
17. Dezember 1945 In der Zone française d’occupation en Allemagne (inkl. Saarland) beginnt die Ausgabe von Briefmarken der Allgemeine Ausgabe mit den Werten zu 10, 12, 20, 30 (Reichs-) Pfennig und zu 1 (Reichs-) Mark.
11. Januar 1946 Briefmarkenausgaben zu 1, 3, 5, 8, 15, 24 (Reichs-) Pfennig
16. Februar 1946 Das Saarland wird der Zuständigkeit des Alliierten Kontrollrats in Berlin entzogen. Die Briefmarken der Allgemeinen Ausgabe bleiben im Saarland frankaturgültig
1. April 1946 Briefmarkenausgaben zu 2 und 5 (Reichs-) Mark
20. Juli 1946 Die Gebietserweiterung des Saarlandes zu Lasten der französischen Besatzungszone (Beschluss vom 18. Juli 1946) tritt in Kraft. Die Einbeziehung einiger Gemeinden des Kreises Saarburg bleibt beim Alliierten Kontrollrat umstritten
Winter 1946/47 Europa erlebt den bislang strengsten Winter des 20. Jahrhunderts. Von November 1946 bis Ende März 1947 herrschen in vielen Teilen Minusgrade. Viele Flüsse frieren zu und verschärfen hiermit das – aufgrund der in weiten Teilen Europas zerstörten Infrastruktur – bestehende Transportproblem massiv.
22. Dezember 1946 Abtrennung des Saarlandes von der Zone française d’occupation en Allemagne. Die Briefmarken der Allgemeinen Ausgabe bleiben im Saarland frankaturgültig.
27. Dezember 1946 Der Druck der ersten Briefmarkenausgabe für das Saarland Berufe und Ansichten aus dem Saarland (1. Offenbacher Ausgabe) beginnt bei der Druckerei Burda mit den Marken des 75 Pfennig-Werts.
10. Januar 1947 Die Marken zu 12 und 75 (Reichs-) Pfennig werden von der Druckerei Burda an die P.T.T. in Saarbrücken versandt
20. Januar 1947 Die Marken zu 12 und 75 (Reichs-) Pfennig gelangen an die saarländischen Postschalter (Saar I)
25. Januar 1947 Die Marken zu 24 und 45 (Reichs-) Pfennig werden von der Druckerei Burda an die P.T.T. in Saarbrücken versandt.
4. Februar 1947 Die Marken zu 24 und 45 (Reichs-) Pfennig gelangen an die saarländischen Postschalter.
8. Februar 1947 Die Marken zu 6, 16 und 84 (Reichs-) Pfennig sowie zu einer (Reichs-) Mark werden von der Druckerei Burda an die P.T.T. in Saarbrücken versandt.
17. Februar 1947 Die Marken zu 6, 16 und 84 (Reichs-) Pfennig sowie zu einer (Reichs-) Mark gelangen an die saarländischen Postschalter.
22. Februar 1947 Die Marken zu 2, 3, 8, 10, 20, 25, 30, 40, 50, 60 und 80 (Reichs-) Pfennig werden von der Druckerei Burda an die P.T.T. in Saarbrücken versandt.
7. März 1947 Die Marken zu 2, 3, 8, 10, 20, 25, 30, 40, 50, 60 und 80 (Reichs-) Pfennig gelangen an die saarländischen Postschalter. Die Briefmarkenausgabe Saar I ist damit komplett.
8. Juni 1947 Gebietsarrondierung des Saarlandes tritt in Kraft. Einige Gemeinden des Kreises Saarburg werden gegen den Willen der Einwohner und trotz vieler Proteste aus dem Saarland ausgegliedert und werden Teile des neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
16. Juni 1947 Währungsreform Teil I: Die Reichsmark wird durch die Saar-Mark abgelöst (Tauschkurs 1:1, bei Umtauschpflicht). Zweisprachige Banknoten zu 1, 2, 5, 10, 50 und 100 Saar-Mark, gedruckt von der Banque de France, Paris, werden von der Mission Économique Française en Sarre ausgegeben. Die nach 1945 von den Alliierten geprägten Reichspfennig-Münzen wie auch die ausgegebenen Briefmarken (inkl. der Briefmarken der Allgemeinen Ausgabe) behalten im Saarland ihre Gültigkeit. Ziel dieser kleinen Währungsreform ist es, vor der geplanten Währungsreform einen Zufluss von Reichsmark aus Restdeutschland zu unterbinden und gleichzeitig einen Überblick über die im Saarland vorhandenen Währungsbestände zu erhalten.
Sommer 1947 Die Vorräte an Briefmarken werden aus Sicht der Postdirektion in Saarbrücken knapp. Als Ursache werden unter anderem Markenhortungen durch Firmen und Private aufgrund der finanziellen Instabilität der Reichsmark/Saar-Mark ausgemacht. Die Wahrnehmung ist – wie die im März 1948 registrierte Anzahl an vernichteten Markenbögen zeigt – nicht korrekt. Dennoch: Die P.T.T. bestellt bei der Druckerei Burda neue Marken. Da bei Burda die Druckvorlagen und Druckzylinder nicht mehr vorhanden resp. gebrauchsfähig sind, entscheidet sich die P.T.T. zu einer „Neuauflage“ der Ausgabe Berufe und Ansichten aus dem Saarland (2. Offenbacher Ausgabe) unter Verwendung der von Vytautas Kazimieras Jonynas entworfenen Vorlagen aber – nach kleinen Anpassungen der Vorlagen – unter Verwendung neu angefertigter Diapositive. Ebenso kommt ein weisseres Papier (durchgehend ohne Wasserzeichen), eine glatte und hellere Gummierung sowie eine ähnliche, jedoch nicht ganz mit den Werten der Saar I übereinstimmende Farbe zum Einsatz. Die im Juni im Saarland erfolgte Währungsumstellung auf die Saar-Mark soll beim höchsten Wert berücksichtigt werden. Aus Sicht der Postdirektion nicht mehr benötigte Werte zu 6, 8, 25, 40, 45, 75 und 80 Pfennig, werden nicht nachbestellt.
5. Oktober 1947 Landtagswahlen im Saarland
13. Oktober 1947 Der Druck der Neuausgabe der Briefmarkenserie Berufe und Ansichten aus dem Saarland (2. Offenbacher Ausgabe) beginnt bei der Druckerei Burda mit den Marken des 24 Pfennig-Werts.
20. Oktober 1947 Die saarländische Postdirektion liefert je einen Bogen pro Bildmotiv der Briefmarkenserie Berufe und Ansichten aus dem Saarland (insg. also 6 Bögen) an die Malstatt-Burbacher Handelsdruckerei GmbH in Saarbrücken
24. Oktober 1947 Die Marken zu 15, 16 und 24 Pfennig werden von der Druckerei Burda an die P.T.T. in Saarbrücken versandt.
12. November 1947 Die Marken zu 2, 3 und 20 Pfennig werden von der Druckerei Burda an die P.T.T. in Saarbrücken versandt.
12. November 1947 Trennung der P.T.T. des Saarlandes von der P.T.T. der Zone française d’occupation en Allemagne mit Sitz in Baden-Baden durch Kostitutionsverfügung Nr. 254
15. November 1947 Währungsreform Teil II: Gesetz 2158/47 zur vorrübergehenden Einführung des Saar-Franken als gesetzliches Zahlungsmittel; Tauschkurs 20 Saar-Mark = 1 Saar-Franken; Währungsparität zum Französischen Franc, der mangels Banknoten und Münzen de facto die Währung des Saarlandes wird.
15. November 1947 Die Marken zu 10, 30, und 60 Pfennig werden von der Druckerei Burda an die P.T.T. in Saarbrücken versandt.
November/Dezember 1947 Der Überdruck mit Wert- und Währungsangabe in Franken der vorhandenen Markenbestände der Briefmarkenausgabe Berufe und Ansichten aus dem Saarland (1. Offenbacher Ausgabe) sowie der von der Druckerei angelieferten Neuausgabe (2. Offenbacher Ausgabe) wird durch die Malstatt-Burbacher Handelsdruckerei GmbH durchgeführt. Der Überdruck wird im Buchdruckverfahren auf einer Flachform-Druckmaschine aus dem Hause Heidelberger ausgeführt.
19. November 1947 Bekanntmachung der „grossen“ Währungsreform auf den nächsten Tag
20. November 1947 Der Saar-Franken ist gesetzliches Zahlungsmittel (de facto ist es der Französische Franc) im Saarland
20. November 1947 Die Briefmarken mit Überdruck (Saar II) zu 12 Pf/2 Fr (nur Urdruck), 15 Pf/3 Fr sowie 24 Pf/6 Fr gelangen an die saarländischen Postschalter.
20.-27. November 1947 Mischfrankaturen von Briefmarken der Allgemeinen Ausgabe der Zone française d’occupation en Allemagne, der Saar I und der Saar II sind möglich.
21. November 1947 Die Marken zu 50 und 84 Pfennig werden von der Druckerei Burda an die P.T.T. in Saarbrücken versandt.
24. November 1947 Der Druck der zweiten Auflage der Briefmarkenserie Berufe und Ansichten aus dem Saarland (2. Offenbacher Ausgabe in Pfennig und Saar-Mark) wird bei der Druckerei Burda mit dem Druck der letzten Bögen des 12 Pfennig-Wertes abgeschlossen. Die Marken zu 12 Pfennig sowie 1 Saar-Mark werden an die P.T.T. in Saarbrücken versandt.
27. November 1947 Die Briefmarken mit Überdruck zu 2 Pf/10 Cent., 3 Pf/60 Cent., 10 Pf/1 Fr, 16 Pf/4 Fr, 20 Pf/5 Fr, 30 Pf/9 Fr sowie 60 Pf/14 Fr gelangen an die saarländischen Postschalter.
28. November 1947 Die Briefmarken der Allgemeinen Ausgabe der Zone française d’occupation en Allemagne sowie der Saar I haben im Saarland keine Frankaturgültigkeit mehr.
6. Dezember 1947 Die Briefmarken mit Überdruck zu 12 Pf/2 Fr (nur Neuauflage), 50 Pf/10 Fr, 84 Pf/20 Fr sowie 1 SM (Saar-Mark)/50 Fr gelangen an die saarländischen Postschalter. Die Briefmarkenausgabe Saar II ist damit komplett.
17. Dezember 1947 Das Saarland wird selbständig, mit eigener Verfassung und Regierung. Die Oberhoheit über das Saarland übt bis 1952 der frührere Militärgouverneur, jetzt französische „Hohe Kommissar“ Gilbert Grandval auf Schloss Halberg (heute Intendanz des SR) aus. Von Selbständigkeit, Gebiets- und Währungsreform war das zerschlagene und weiterhin besetzte Grossdeutschland noch weit entfernt. Im Saarland fand eine sehr strenge Entnazifizierung statt. Nazis und Kriegsverbrecher gelangten nicht in politisch wie wirtschaftlich verantwortungsvolle Positionen, wie dies reihenweise in den Besatzungszonen und später unter Adenauer in der BRD geschieht.
15. Januar 1948 Der Saar-Franken wird alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel im Saarland (de facto ist es der Französiche Franc)
31. März 1948 Die Marken der Saar II, also der in Franken-Währung überdruckten Werte der 1. und 2. Offenburger Ausgabe werden von den saarländischen Postschaltern zurückgezogen.
1. April 1948 Zoll- und Währungsunion zwischen dem Saarland und Frankreich. Der Französische Franc wird auch de jure alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel im Saarland.
31. Mai 1948 Die Marken der Saar II, also der in Franken-Währung überdruckten Werten der 1. und 2. Offenburger Ausgabe verlieren ihre Frankaturgültigkeit.
23. April 1949 Letzte Gebietsveränderung des Saarlandes nach dem Krieg: Die Gemeinde Kirrberg tritt dem Saarland bei.

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Bis dann

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