Forschung – Experiment zu Briefmarkenfarben (XI)

Hallo

Vor einem Jahr habe ich das letzte Mal über das Experiment mit Briefmarken unter konstanter UV-Bestrahlung berichtet (Link).

Nun, nach insgesamt 20 Monaten sehen die Briefmarken so aus.

28. September 2021, 11:00 Uhr MEZ (unbearbeiteter Scan bei 600 dpi)

Rot ist nicht gleich rot, wenn wir die Marken zu 8, 20 und 45 Pfennig vergleichen. Grün, jedoch nicht oliv, hat sich als ebenso widerstandsfähig gezeigt, wie gelb und orange.

Mit diesem Beitrag schliesse ich das Experiment ab.

Bis dann

15 Pfennig – Rätselhaftes Bogenfeld 19B (II)

Hallo

Vielen Dank allen, die auf meinen Aufruf hin mit mir Kontakt aufgenommen und mich bei der Bestätigung des Feldmerkmals als „in Teilauflage auftretend“ unterstützt haben haben.

Es handelt sich bei dem Feldmerkmal des Feldes 19B tatsächlich um ein Feldmerkmal in Teilauflage. Die Entstehung konnte enger eingegrenzt werden und zwar zwischen die Bogen B05122 und Bogen 04670. Ebenso stützt sich die Annahme, das Merkmal trete bis zum Ende des Drucks auf weiter mit Indizien untermauert werden.

Damit ist das vorgestellte Feldmerkmal vom Bogenfeld 19B eindeutig ein tertiäres Feldmerkmal.Diese entstehen in der Regel durch Beschädigungen des Formzylinders während des Druckvorgangs, beispielsweise beim Einbau des Formzylinders oder dessen Reinigung (in ganz wenigen Fällen könnte eine Retusche Ursache neu auftauchender, tertiärer Feldmerkmale sein). Insbesondere nach Druckbeginn auftretende Feldmerkmale in Teilauflage gehören zu den tertiären Feldmerkmalen.

Noch ein Hinweis zu den Druckdaten bei der Ausgabe Berufe und Ansichten aus dem Saarland (1). Das auf den Druckbogen angebrachte Druckdatum gibt immer das Datum der Druckweiterverarbeitung (Sichtkontrolle, Bogenrandsignaturen, Perforation, Trennung der Schalterbogen, Endkontrolle und Verpackung) an. In der Regel war dies bei den niedrigen Auflagen der Originalausgabe tatsächlich auch Drucktag, musste es jedoch nicht zwingend sein. Gerade bei den Werten, deren Druck mehrere Tage benötigte – und hier insbesondere der 12 Pfennig– und der 24 Pfennig-Wert – wurden die letzten Druckbogen des Vortages erst am folgenden Arbeitstag weiterverarbeitet. Ebenso gilt dies bei den Werten, deren Auflage zum Schluss noch mittels Bogen der Druckreserve erhöht wurden (2).

Bis dann

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Anmerkungen

(1) Die Aussage trifft auch auf die 2. Offenburger Ausgabe sowie die Länderausgaben der Französischen Besatzungszone, die alle in der Druckerei Franz Burda in Offenburg hergestellt wurden, zu. Insbesondere bei den Länderausgaben waren die einzelnen Auflagen so hoch, dass die Bogen gem. Dr. Hans Flatters (Handbuch ArGe FZ 3.0.3) manchmal erst Tage spter verarbeitet wurden.

(2) Nachweisen konnte ich diese „nachträgliche“ Erhöhung der Auflage mittels Bogen der Druckreserve u.a. bei den Werten SP21 (16 Pfennig), SP22 (20 Pfennig), SP23 (24 Pfennig) sowie SP30 (75 Pfennig)

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15 Pfennig – Rätselhaftes Bogenfeld 19B (I)

Hallo

Heute stelle ich euch ein interessantes Feldmerkmal der 1. Offenburger Ausgabe vor und bitte euch gleichzeitig um eure Unterstützung und Mitarbeit.

Worum geht’s? Ich habe beim 15 Pfennig-Wert auf Bogenfeld 19B ein auffälliges Feldmerkmal identifiziert, das in keinem Katalog meiner doch recht umfangreichen Bibliothek aufgeführt ist. Das ist per se nichts ungewöhnliches, doch das Merkmal ist so auffällig, dass ich stutzig wurde und begann nachzuforschen.

Hier erst einmal eine Abbildung des Bogenfelds 19B mit dem Feldmerkmal „feiner, senkrechter Farbstrich über die helle Glutwolke von der Achsel des linken Stahlwerkers bis zu seinem linken Stiefel“ (SP20 19B)

   

Feld 19B ist das Bogenfeld unterhalb von 9B, eines bekannten und unter anderem auch in Michel Briefmarken-Katalogen unter Mi. 212Z V aufgeführten Feldmerkmals, da sollte ich einige Bogenecken in meiner Sammlung haben. Tatsächlich fand ich neben einigen Exemplaren mit dem abgebildeten Feldmerkmal auch Exemplare ohne Feldmerkmal. Ein Rakelstrich, welcher durch eine Beschädigung der Rakel der Rotations-Bogentiefdruckmaschine Palatia O hervorgerufen wird, ist es sicher nicht. Die Beschädigung der Rakel hinterlässt auf dem Formzylinder eine Farbspur, die sich als leicht verwischter Farbstrich über den ganzen oder Teile des Druckbogens bemerkbar macht. Bei dem abgebildeten Feldmerkmal können wir dagegen die einzelnen betroffenen Näpfchen zählen (vgl. hochauflösende Abbildung).

SP20 19B (Scan mit 3200dpi)
Viererblock obere rechte Bogenecke mit Feldmerkmal
Viererblock obere rechte Bogenecke ohne Feldmerkmal

Nun wurde es spannend: Druckzufälligkeit oder Teilauflage? Feldmerkmale in Teilauflage sind beim 15 Pfennig-Wert bislang nicht bekannt. Es ist auch eher unwahrscheinlich, wurde der Wert ja innerhalb eines Arbeitstages, am 7. Februar 1947, gedruckt.

Nachweisen konnte ich das Feldmerkmal auf verschiedenen B-Bogen ab B04670 bis B00225. Es ist davon auszugehen, dass das Feldmerkmal bis zum letzten Bogen auftritt. Damit fällt das Attribut Druckzufälligkeit weg. Es handelt sich definitiv um ein Feldmerkmal in Teilauflage.

Nicht nachweisen konnte ich das Feldmerkmal auf den B-Bogen B06117 sowie B06116. Was auch immer die Ursache dieses Feldmerkmals gewesen sein mag, sie trat am am 7. Februar 1947 bei einer Gesamtauflage von 7’600 Druckbogen irgendwann nach ca. 1’423 bis 2’930 bereits gedruckten Bogen ein, womit es sich bei der Abweichung um ein tertiäres Feldmerkmal handelt.

Es verbleiben zwei offene Fragen:

    1. Was war die Ursache dieser Abweichung?
    2. Wann während des Druckvorgangs entstand die Abweichung, resp. bei welcher Bogennummer tritt diese erstmals auf?

Nun kommt ihr und eure Unterstützung ins Spiel. Bitte schreibt mir per E-Mail, welcher B-Bogen des 15 Pfennig-Werts sich in eurer Sammlung befindet (Bogennummer) und ob auf Bogenfeld B19 das abgebildete Feldmerkmal auftritt oder eben nicht. Vielen Dank

Bis dann

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Anmerkung

Ich bedanke mich bei meinem Sammlerkollegen Winfried Gesellchen für seine Unterstützung bei meinen Nachforschungen.

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Probedrucke 1. Offenburger Ausgabe

Hallo

Die Corona-Pandemie schränkt die öffentlichen Aktivitäten von uns Briefmarken-Sammlern  ein. Andererseits bescheren uns die allgemeinen Einschränkungen auch viel Zeit, welche wir sinnvoll für unsere Familien und unser schönes Hobby einsetzen können.

Worüber schreibe ich im heutigen Beitrag? Der Titel ist der Stichwortgeber: Probeabzüge.

Wenn wir uns an unseren Exemplare der 1. Offenburger Ausgabe erfreuen, wissen wir wahrscheinlich, wann diese ausgegeben wurden: zwischen dem 20. Januar und dem 7. März 1947. Einige von uns wissen sogar, wann und wo die Marken hergestellt wurden: zwischen dem 27. Dezember 1946 und dem 21. Februar 1947 in der Druckerei Franz Burda in Offenburg.

Den wenigsten von uns dürfte jedoch beim Anblick der Briefmarken bewusst sein, dass die Arbeiten an den Ausgaben Berufe und Ansichten aus dem Saarland bereits viel früher begonnen hatten.

Der Entscheid der französischen Militärbehörden in Saarbrücken und Baden-Baden neben den Briefmarken der Ausgabe Wappen und Dichter eine weitere Briefmarkenausgabe ausschliesslich für das Saarland auszugeben, dürfte im Sommer 1946 gefallen sein. Ich gehe davon aus, dass die territoriale Erweiterung des Saarlandes zu Lasten der französischen Besatzungszone mit Wirkung vom 20. Juli 1946 sowie die etwa einen Monat später, mit Verordnung vom 30. August 1946, erfolgte Gründung des Landes Rheinpfalz die Auslöser für die Arbeiten waren.

 

Zu den vorbereitenden Arbeiten gehörten neben dem Entwurf der Bildmotive durch den vielseitig begabten Künstler Vytautas Kazimieras Jonynas auch die Entscheide über die Zuordnung von Bildmotiven und Werten sowie die Zuordnung von Werten und Farben. Für all diese Entscheide wurden Druckproben benötigt.

Der gezeigte Probedruck in einer hellorangen Farbe ist sehr aufschlussreich, zeigt er uns doch von links nach rechts:

    • ein mit dem endgültigen Ergebnis weitgehend übereinstimmendes Bildmotiv Alter Turm
    • ein abweichendes Bildmotiv Bäuerinnen, dazu noch mit einem „falschen“ Wert
    • ein mit dem endgültigen Ergebnis weitgehend übereinstimmendes Bildmotiv Bergmann, mit „spitzem Anstrich der 1 der Wertangabe 12“
    • ein mit dem endgültigen Ergebnis weitgehend übereinstimmendes Bildmotiv Saarschleife, wenn auch noch ohne Entwerfernamen
    • ein mit dem endgültigen Ergebnis weitgehend übereinstimmendes Bildmotiv Denkmal Maréchal Ney

Die kleinformatigen Werte tragen links unten einen Hinweis, den ich auf der mir freundlicherweise zur Verfügung gestellten Kopie leider nicht entziffern kann. Aufgrund des Ausrufezeichens gehe ich davon aus, dass es ein Hinweis auf die noch nicht erfolgte Druckfreigabe ist.

Wenn wir unsere Briefmarken das nächste Mal betrachten, ist uns klar, dass die Arbeiten zu diesen kleinen Kunstwerken begannen lang bevor die Druckmaschine das erste mal angeworfen wurde.

Bis dann

Nachtrag vom 6. Januar 2021

Mein Sammlerkollege Dr. Ulrich Fingerhut hat mich freundlicherweise darauf hingewiesen, dass das unleserliche Wort „ungültig“ ist.

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Forschung – Experiment zu Briefmarkenfarben (XI)

Hallo

Wie sehen unsere Briefmarken nach dem sonnigen Sommer aus?

27. September 2020, 11:00 Uhr MEZ (unbearbeiteter Scan bei 600 dpi)

Einige Farben sind noch recht gut zu erkennen, doch die 45 Pfennig der Originalausgabe der Berufe und Ansichten aus dem Saarland verblasst nun rasch. Der rote Aufdruck des 50 Pfennig-Werts der MDB Typ II (10 F) ist fast nicht mehr leserlich. Die in der Farbe Grün gehaltenen Marken sowie die schwarzen Aufdrucke halten sich sehr gut.

Bis dann

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Forschung – Experiment zu Briefmarkenfarben (X)

Hallo

Sechs Monate sind vergangen, seit wir am 27. Januar 2020 die Briefmarken dem Tageslicht ständig aussetzten. Wieder einmal Zeit für einen Zwischenstand, finde ich.

27. Januar 2020, 11:00 Uhr MEZ (unbearbeiteter Scan bei 600 dpi)

Inzwischen sind sämtliche Marken verblasst. Betrachten wir die Aufdruckmarken des Malstatt-Burbacher Drucks (MBD, Typ II):

    • SP48 II, 3 Pfennig mit Überdruck 60 cent.
    • SP50 II, 12 Pfennig mit Überdruck 2 F
    • SP52 II, 16 Pfennig mit Überdruck 4 F
    • SP56 IIe, 50 Pfennig mit Überdruck 10 F
    • SP59 II, 1 Saarmark mit Überdruck 50 F

Die Überdrucke in schwarzer Farbe weisen fast keine Ausbleichung auf, dagegen ist der rote Aufdruck von SP56 IIe schon fast gänzlich verblasst.

Ich bleibe für euch am Ball und schreibe, sobald sich wieder etwas tut.

Bis dann

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P.S.: Die kommenden drei Wochen weile ich in den Ferien. Der nächste Beitrag erscheint am 19. September 2020

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Feldmerkmale – 60 Pfennig (I)

Hallo

Ich stelle euch ein weiteres Feldmerkmal der 1. Offenburger Ausgabe der Berufe und Ansichten aus dem Saarland vor.

Das nachfolgende Feldmerkmal des 60 Pfennig-Wertes ist bislang in keinen einschlägigen Katalogen und auch nicht im Saarhandbuch aufgeführt. Einmal mehr eine Erstpublikation von mir.

SP29 73B: „dunkler, leicht gebogener, dicker Farbstrich mittig des Markenbildes; von der mittleren der drei von einem Blendbogen überspannten Öffnungen links, über den Rand des Umganges hinaus bis zum Buschwerk links neben dem Eingangstor reichend“

SP29 73B ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP29 73B ©Sammlung Saarphilatelie.com

Ich habe das Feldmerkmal auf drei Schalterbögen nachgewiesen.

    • B 04750
    • B 04748
    • B 01718 (G)

Des weiteren liegen mir drei weitere Exemplare vor, darunter zwei 4er-Blocks.

Ich bedanke mich bei Winfried Gesellchen, einem Sammlerfreund und engagiertem Philatelisten aus dem schönen Saarland, für seine wertvolle Unterstützung bei der Verifikation. Das Material von Winfried Gesellchen zur 1. Offenburger Ausgabe ist mit (G) markiert.

Bis dann

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Feldmerkmale – 30 Pfennig (I)

Hallo

Ich stelle euch ein weiteres Feldmerkmal der 1. Offenburger Ausgabe der Berufe und Ansichten aus dem Saarland vor.

Das nachfolgende Feldmerkmal des 30 Pfennig-Wertes ist bislang in keinen einschlägigen Katalogen und auch nicht im Saarhandbuch aufgeführt. Eine weitere Erstpublikation von mir.

SP25 93AB: „dunkler Farbfleck im hellen Bereich zwischen stilisierter Industrielandschaft und dem dunklen Hintergrund in Höhe des Scheitels der rechten Bäuerin“

Unterscheidung Marken von A- resp. B-Bögen: „Konturstrich rechts von der 0 der Wertangabe 30 bis auf Höhe der Währungsangabe reichend (A)“

SP25 93A ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP25 93A ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP25 93A ©Sammlung Saarphilatelie.com

Sehr interessant ist der rechtwinklig um die Wertangabe 30 herumführende Konturstrich. Dieser zeigt exemplarisch, wie bei den einzelnen Bildmotiven – hier Bäuerinnen bei der Rübenernte vor stilisierter Industrielandschaft – die unterschiedlichen Wertstufen entstanden. Das Saarhandbuch (1) schreibt hierzu:

„… Man ersetzte die alte Wertziffer der Diapositive durch eine neue (Diapositivmontage). Dabei wurde der bestehende Diapositivbogen eines Wertes auseinandergeschnitten, die neue Wertziffer eingesetzt und der Bogen […] wieder zusammengesetzt. … „

Auf Briefmarken der Ausgaben Berufe und Ansichten aus dem Saarland sichtbare Konturstriche markieren immer Stösse der auf der Montageplatte zusammengesetzten Diapositive (Markenbild, Schriftband SAAR, Währungs- und Wertangabe. Im vorliegenden falls zeigen die Konturstriche den feinen Übergang von Markenbild zu eingesetzter Wertangabe.

Weitere Informationen zur Herstellung der Werte der Ausgaben Berufe und Ansichten aus dem Saarland findet ihr in diesem Beitrag.

SP25 93B ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP25 93B ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP25 93B ©Sammlung Saarphilatelie.com

Schön zu erkennen der bei Exemplaren vom B-Bogen kürzere Konturstrich rechts von der Wertangabe 30.

Ich konnte dieses Feldmerkmal auf 13 Schalterbögen nachweisen:

    • B 07262
    • B 06665 (G)
    • B 06663
    • A 04383
    • A 04343
    • B 02464
    • B 02398
    • A 02307 (G)
    • B 02130
    • A 01160
    • A 01068
    • A 00909
    • A 00503

Des weiteren liegen mir sieben weitere Exemplare vor, darunter fünf 4er-Blocks – davon drei mit Unterrand – sowie ein Dreierstreifen 92A-94A.

Diese Anzahl an Belegstücken und die Streuung der Schalterbögen von früh (07262) bis spät (01068) sind für eine Klassifizierung der gezeigten Abweichung als genuines Feldmerkmal hinreichend. Dies gilt insbesondere, da die 1’520’000 Marken, resp. 7’600 Druckbögen des 30 Pfennig-Wertes komplett an einem Tag, dem 15. Februar 1947 gedruckt wurden.

Ich bedanke mich bei Winfried Gesellchen, einem Sammlerfreund und engagiertem Philatelisten aus dem schönen Saarland, für seine wertvolle Unterstützung bei der Verifikation. Das Material von Winfried Gesellchen zur 1. Offenburger Ausgabe ist mit (G) markiert.

Bis dann

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Anmerkung

(1) Saarhandbuch Kap. 402, 4

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#saarphilatelie

Feldmerkmale – 50 Pfennig (II)

Hallo

Ich bin bei der Suche nach Feldmerkmalen beim 50 Pfennig-Wert so schön in Schwung gewesen. Daher stelle ich euch ein weiteres, sehr auffälliges Feldmerkmal vor.

SP28 28AB: „dunkler Farbfleck am unteren rechten Bildrand im hellen Bereich oberhalb der 0 der Wertangabe 50“

Dieses Feldmerkmal ist keine Erstpublikation. Es wird bereits erwähnt in:

    • Staedel – Étude: 15b 28e „0 limè et gros point au-dessus du 0 dans le fonds“
    • Saarhandbuch (SHB): 28 AB „Fleck im rechten Bildrande“
SP28 28A ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP28 28A ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP28 28B ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP28 28B ©Sammlung Saarphilatelie.com

Dieses Feldmerkmal habe ich auf 10 Schalterbögen nachweisen können:

    • B 04943
    • A 04049
    • A 01761
    • A 01723
    • B 01513
    • B 01082
    • A 00842
    • A 00650
    • A 00201
    • A 00199 (G)

Des weiteren liegen mir diverse weitere Exemplare vor.

Ich bedanke mich bei Winfried Gesellchen, einem Sammlerfreund und engagiertem Philatelisten aus dem schönen Saarland, für seine wertvolle Unterstützung. Winfried Gesellchen konnte das vorgestellte Feldmerkmal auf Basis des ihm vorliegenden Materials  zur 1. Offenburger Ausgabe – markiert mit (G) – verifizieren.

Bis dann

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Feldmerkmale – 50 Pfennig (I)

Hallo

Ich habe euch seit geraumer Zeit kein Feldmerkmal der 1. Offenburger Ausgabe der Berufe und Ansichten aus dem Saarland vorgestellt.

Das nachfolgende Feldmerkmal des 50 Pfennig-Wertes ist bislang in keinen einschlägigen Katalogen und auch nicht im Saarhandbuch aufgeführt. Wieder eine Erstpublikation von mir.

SP28 12AB: „rechter Bildrand in der unteren Hälfte mit dunklen Farbsprenkeln übersät“

Unterscheidung Marken von A- resp. B-Bögen: „Exemplare von A-Bögen zeigen die Perforationsanomalie der Marken der 1. und 2. senkrechten Bogenreihe bei A-Bögen (links, 2.-4. Zahnloch von oben)“

SP28 12A ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP28 12A ©Sammlung Saarphilatelie.com

Schön zu erkennen ist die Perforationsanomalie der Marken der 1. und 2. senkrechten Bogenreihe bei A-Bögen (links, 2.-4. Zahnloch von oben).

SP28 12B ©Sammlung Saarphilatelie.com
SP28 12B ©Sammlung Saarphilatelie.com

Ich konnte dieses Feldmerkmal auf 10 Schalterbögen nachweisen:

    • B 04943
    • A 04049
    • A 01761
    • A 01723
    • B 01513
    • B 01082
    • A 00842
    • A 00650
    • A 00201
    • A 00199 (G)

Des weiteren liegen mir vier weitere Exemplare vor, darunter ein 4er-Block und eine komplette Bogenrandecke oben links.

Diese Anzahl an Belegstücken und die Streuung der Schalterbögen von früh (04943) bis spät (00199) sind für eine Klassifizierung der gezeigten Abweichung als genuines Feldmerkmal hinreichend. Dies gilt insbesondere, da die 1’020’000 Marken, resp. 5’100 Druckbögen des 50 Pfennig-Wertes komplett an einem Tag, dem 19. Februar 1947 gedruckt wurden.

Ich bedanke mich bei Winfried Gesellchen, einem Sammlerfreund und engagiertem Philatelisten aus dem schönen Saarland, für seine wertvolle Unterstützung. Winfried Gesellchen konnte das vorgestellte Feldmerkmal auf Basis des ihm vorliegenden Materials  zur 1. Offenburger Ausgabe – markiert mit (G) – verifizieren.

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